Liebe Leser,

die IHK Trier berichtete über das InnoLiving und die angebundenen Kooperationspartner, die dieses Projekt mit realisiert haben, in Ihrer neuen Ausgabe der „Blickpunkt Wirtschaft“. Diese Zeitung erschien Anfang diesen Monats.

Auf dem Bild ist das energieautarke InnoLiving Gebäude in Kues zu sehen. Die Außenfassade, welche aus Holz-Betonverbundwänden besteht, wird gezeigt.
Das energieautarke InnoLiving Gebäude in Kues
Foto: Christopher Arnoldi

Die IHK Trier berichtet:

HIDDEN CHAMPIONS AUS BERNKASTEL-WITTLICH

Welch einmalige Dinge entstehen können, wenn innovative Unternehmen zusammenwirken, hat nun der Wirtschaftskreis Bernkastel-Wittlich gezeigt. Er hat ein Projekt der Innogration GmbH aus Bernkastel-Kues vorgestellt, das dieses zusammen mit weiteren Firmen aus dem Wirtschaftskreis realisiert hat: „InnoLiving“, ein energieautarkes Muster-Gebäude. Es sammelt und speichert Energie, um sie weiterzuverwenden. „Die Deckenkonstruktion beinhaltet die gesamte Haustechnik“, erklärt Geschäftsführer Thomas Friedrich: heizen, kühlen, lüften plus Akustik. Somit seien deutlich weniger Gewerke auf der Baustelle tätig, was die Koordination erleichtere und das Bautempo erhöhe. Neuartig ist auch die Energiefassade, die mit der Zöllner Fensterbau GmbH aus Bernkastel-Kues entwickelt wurde. Zudem nimmt eine Wand mit Vakuumdämmung die Sonnenwärme intensiv auf, mit der das Gebäude später beheizt werden kann. Beides bundesweite Forschungsprojekte.
Zusammen mit Oster Dach wurde eine Holzständerbauweise in Verbindung mit einer Wand aus Recycling-Beton für die optimale Isolierung entwickelt. Die Sifatec GmbH & Co. KG aus Bengel hat zudem ihre Absturzsicherungen für Wandauflage zu diesem Zweck angepasst. Und Schalungen für Betonfertigteile wurden mit S+L Metallbau aus Föhren entwickelt. Auf dem Dach des Musterhauses befindet sich eine Art „Gewächshaus“, mit dem auch im Winter ein hohes Maß an Wärme produziert werden kann.
Dank der modularen Bauweise mit vorgefertigten Teilen wurde das Gebäude in Kues an nur einem Tag errichtet. Bislang realisiert Innogration vor allem größere Bauvorhaben, insbesondere Bürogebäude in Ballungszentren. Denkbar wären die neuen Komponenten aber beispielsweise auch als Standard-Elemente für Fertighaushersteller. „Die Region hat so viel Potenzial und gerade unser Wirtschaftskreis so viele innovative Firmen – eine derartige Zusammenarbeit wäre andernorts so nicht möglich“, sagt Friedrich. Er lobt die kurzen Wege und schnellen Entscheidungen, wenn es um das Ausprobieren neuer Ideen geht. „So können wir in der Region sehr viel bewegen und uns einen deutlichen Vorsprung gegenüber den etablierten Firmen aus den Ballungsgebieten verschaffen.“
Und für weitere Projekte ist schon gesorgt: Derzeit arbeitet Innogration mit Oster Dach an einer Holz-Verbund-Deckenkonstruktion. In Zeiten von Corona besonders wertvoll könnte eine Erfindung sein, die gerade mit der TU Kaiserslautern entwickelt wird: Hier wird die Luft mit einer Art Rüssel über den Arbeitsplätzen absorbiert. Oder wie Sifatec-Geschäftsführer Karl-Josef Simon sagt: „Man muss den anderen immer eine Nasenlänge voraus sein.“

Quelle: IHK Trier – Blickpunkt Wirtschaft

Wir bedanken uns bei der IHK Trier für den Artikel.

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